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Die Frage, welche Vorteile viele unserer Entscheidungen mit sich bringen, ist ein wesentlicher Faktor – sicherlich gilt dies für die Mehrzahl der wichtigen Entscheidungen, die wir zu treffen haben. Wenn man z. B. verschiedene Stellenangebote in Erwägung zieht, vergleicht man zwei oder drei potentielle Arbeitgeber im Hinblick auf die gesamten Vorteile der jeweiligen Jobs. Ist man dagegen auf Wohnungssuche bzw. auf der Suche nach einem eigenen Heim, dann hält man Ausschau nach einem Wohngebiet, das einem die gewünschten Annehmlichkeiten – z. B., eine familienfreundliche Wohngegend, Entfernung zum Arbeitsplatz oder zur Schule usw. – zu bieten hat. 

Darüber hinaus gibt es natürlich auch unzählige Vorteile, die jeder von uns genießen kann, vorausgesetzt, er hält sich an eine gesunde Ernährung und achtet auf eine ausreichende sportliche Betätigung.

Unabhängig davon habe ich persönlich jedoch folgende Entdeckung gemacht: Den größten Nutzen, der uns jemals zuteil werden kann, erfahren wir dann, wenn wir die Prinzipien der Bibel in unserem eigenen Leben in die Praxis umsetzen. Dies trifft in nicht geringem Ausmaß auch auf die Furcht des Herrn zu. Was wir unter dem Begriff „Furcht des Herrn“ zu verstehen haben, lässt sich am besten durch das Wort „Ehrfurcht“ definieren. Es beschreibt die Art und Weise, wie man auf eine Offenbarung Gottes reagiert. Wenn Gott sich uns offenbart, können wir meiner Meinung nach nur angemessen darauf reagieren, indem wir tiefe Ehrfurcht empfinden. Und wenn man diese Ehrfurcht wirklich empfindet, dann ordnet man sich unter: Eine innere Haltung der Unterordnung Gott gegenüber bringt zum Ausdruck, dass die Furcht des Herrn in unserem Leben gegenwärtig ist.

Ich möchte Sie nun mit einigen der Vorteile bekannt machen, die mit der Furcht des Herrn einhergehen. Die folgenden Bibelverse beschreiben einen Aspekt unseres Dienstes dem Herrn gegenüber, der mich am meisten begeistert. Jedes Mal, wenn ich diese Verse lese, spüre ich diese Begeisterung von neuem! Ich hoffe, dass Sie ebenfalls begeistert sein werden, wenn Sie erfahren, was die Furcht des Herrn in Ihrem Leben bewirken kann. Zunächst werden wir uns folgende Worte aus dem Buch Hiob näher anschauen, mit denen sich Gott an die Menschen wendet:

„Und zu dem Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des HERRN, sie ist Weisheit, und vom Bösen weichen, [das] ist Einsicht.“ (Hiob 28,28)

Wahre Weisheit ist untrennbar mit der Furcht des Herrn verbunden. Viele Menschen meinen, Weisheit sei etwas Intellektuelles – so etwas wie Klugheit, zum Beispiel. Aber Weisheit hat überhaupt nichts mit Klugheit zu tun, da Klugheit Hand in Hand mit dem Bösen gehen kann. Die Furcht des Herrn ist jedoch absolut unvereinbar mit dem Bösen!

Eine weitere Schriftstelle, die einen wunderbaren Nutzen bezüglich der Furcht des Herrn anspricht, ist Ps 25,12:

„Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“

Dieser Vers zeigt eindeutig, dass Gott nicht jeden beliebigen Menschen lehrt; Gott trifft Seine Wahl über Seine Schüler auch nicht auf der Grundlage irgendwelcher Klassenarbeiten: Er sucht sich Seinen Schüler vielmehr auf der Basis seines Charakters aus, und Er geht keine Verpflichtung ein, diejenigen zu unterrichten, bei denen sich die Furcht des Herrn nicht erkennen lässt. Sie können z. B. auf die Bibelschule gehen oder sich ausbilden lassen von dem besten christlichen Trainingszentrum weit und breit – wenn Sie nicht die Furcht des Herrn besitzen, mangelt es Ihnen an der nötigen Qualifikation für einen Schüler Gottes. Sie können wohl ein Schüler irgendwelcher Menschen sein, aber nicht der Schüler des Herrn!

Nur zwei Verse weiter sind dann folgende Worte zu lesen:

„Der Herr zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten, und er offenbart ihnen seinen Bund.“ (Ps 25,14; z. T. wörtl. a. d. Engl.)

Ist das nicht wunderbar? Wenn Sie den Herrn fürchten, teilt Er Ihnen Seine Geheimnisse mit! Man teilt seine Geheimnisse nur mit einer Person, die einem sehr nahe steht – mit einer Person, der man absolut vertraut.

In Spr 10, 27 lesen wir, dass wir länger leben werden, wenn wir die Furcht des Herrn besitzen, als wir ohne sie leben würden:

„Die Furcht des Herrn vermehrt die [Lebens]tage, aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.“

Diese Bibelstelle teilt uns nicht mit, wie lange wir leben werden, sondern sie sagt aus, dass wir mit der Furcht des Herrn länger leben werden als ohne sie. Würden Sie ein solches Angebot jemals ausschlagen? Wer von uns würde so etwas ablehnen wollen? Sie können es sich wirklich nicht leisten, ohne die Furcht des Herrn zu leben!

Spr 14,26 enthält einen der erstaunlichsten Bibelverse überhaupt. Dieser Vers is zwar sehr kurz, aber er hat uns so viel zu sagen über die Furcht des Herrn:

„In der Furcht des Herrn [liegt] ein starkes Vertrauen ...“

Die Furcht des Herrn macht Sie nicht ängstlich oder schwach – ganz im Gegenteil: Sie gibt Ihnen Kraft! Wenn Sie die Furcht des Herrn besitzen, dann brauchen Sie sich vor nichts Anderem zu fürchten. Sie ist ein Heilmittel gegen jede andere Form von Angst, die nicht von Gott stammt.

Einer meiner Lieblingsverse, was die Furcht des Herrn anbelangt, ist Spr 19,23:

„Die Furcht des HERRN [gereicht] zum Leben; und gesättigt verbringt man die Nacht, wird nicht heimgesucht vom Bösen.“

Wer kann ein derartiges Angebot zurückweisen? Was mich anbelangt, so ist das die Verheißung schlechthin, die ich für mein eigenes Leben in Anspruch nehmen möchte – ich kann es kaum fassen, dass Gott uns ein derartiges Angebot macht! Die gleiche Verheißung wird dann in Spr 14,27 noch einmal wiederholt:

„Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden.“

Und ebenso in Spr 22,4:

„Die Folge der Demut [und] der Furcht des HERRN ist Reichtum und Ehre und Leben.“

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Ps 2,11 präsentiert uns ein Bild von der Furcht des Herrn – ein Bild, das auf den ersten Blick anscheinend eine ziemliche Herausforderung beinhaltet:

„Dienet dem Herrn mit Furcht, und jauchzt mit Zittern!“

Nach unserem natürlichen Verständnis macht die Aufforderung „jauchzt mit Zittern“ keinen Sinn. Hier haben wir es mit etwas zu tun, was ich eine „geistliche Kombination“ nenne: Gott verbindet zwei Dinge miteinander, die anscheinend überhaupt nicht zueinander passen, und erwartet einfach von uns, dass wir Seiner Weisheit vertrauen, diese beiden widersprüchlichen Aussagen auf einen Nenner bringen zu können.

Bei der Beschreibung, die uns Lukas in Apg 9,31 über die Urgemeinde liefert, lässt sich eine ähnliche geistliche Kombination erkennen:

„So hatte denn die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch den Trost des Heiligen Geistes.“

Hier ist die Rede von der „Furcht des Herrn“ einerseits, und dem „Trost des Heiligen Geistes“ andrerseits – wie passt das zusammen? Dazu kann ich nur eines sagen: Aus Gottes Sicht passen diese beiden Gegensätze tatsächlich zusammen, und sie sollten niemals voneinander getrennt werden. Auf Grund dieser Tatsache wurden die Menschen der Urgemeinde auferbaut und mehrten sich. Möglicherweise ist dies der Schlüssel für Gemeindewachstum schlechthin: Die Furcht des Herrn und der Trost des Heiligen Geistes.

Ich bin in meinem Leben immer wieder Menschen begegnet, die meinen, die Furcht des Herrn sei etwas, was man einfach nicht mehr braucht, nachdem man errettet worden ist. Meiner Ansicht nach braucht man sie aber gerade dann am allermeisten! In 1 Petr 1,15-19 finden wir eine Botschaft, deren Worte an die Erretteten gerichtet sind – also an Menschen, die bereits durch das Blut Jesu erlöst wurden:

„… sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! Denn es steht geschrieben: ‚Seid heilig, denn ich bin heilig!‘ Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht! Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.“

Petrus sagt hier, dass wir in unserem ganzen Wandel heilig sein sollen – nicht in einigen Dingen, nicht in den meisten, sondern in allem, was wir tun. Die Tatsache, dass Gott den Preis für unsere Erlösung mit dem Blut Jesu bezahlt hat – dem Kostbarsten, das es im gesamten Universum überhaupt gibt – ist Grund genug, dass wir immer in Furcht (d. h., in der „Furcht Gottes“) wandeln sollten. Wir müssen sorgsam darauf achten, dass wir unseren Erretter nicht in irgendeiner Weise verraten, dass wir den Preis unserer Errettung nicht auf diese oder jene Weise schmälern und etwas daraus machen, das billig oder unerheblich wäre.

Wie schaffen wir das?

Es ist nicht meine Absicht, Ihnen die wahre Bedeutung der Furcht des Herrn bewusst zu machen, ohne Sie gleichzeitig darüber zu informieren, wie Sie diese erlangen können – denn es gibt eine Antwort! In Spr 2,1-5 finden wir eine Aussage, die sowohl ein WENN als auch ein DANN enthält, und die uns Schritt für Schritt zeigt, wie man die Furcht des Herrn empfängt:

„Mein Sohn, wenn du meine Reden annimmst und meine Gebote bei dir verwahrst, indem du der Weisheit dein Ohr leihst, dein Herz dem Verständnis zuwendest, ja, wenn du den Verstand anrufst, zum Verständnis erhebst deine Stimme, wenn du es suchst wie Silber und wie Schätzen ihm nachspürst, dann wirst du verstehen die Furcht des Herrn und die Erkenntnis Gottes gewinnen.“

Wir wollen uns zunächst einmal die Bedingungen – die „WENN-Aussagen“ dieser Bibelstelle – näher ansehen, die man erfüllen muss, um die Furcht des Herrn zu erlangen:

„Wenn du meine Reden annimmst und meine Gebote bei dir verwahrst.“ Nehmen Sie Gottes Wort mit Respekt entgegen, mit einer Herzenshaltung der Unterordnung und des Gehorsams. Sehen Sie es als den wichtigsten Bestandteil Ihres Lebens an, achten und schätzen Sie es. Wörtlich aus dem griechischen Urtext übersetzt bedeutet der Ausdruck „verwahre meine Gebote“: etwas an einem geheimen Ort aufbewahren, weil es von höchstem Wert für die betreffende Person ist.

„Wenn du der Weisheit dein Ohr leihst (im engl. Text heißt es hier wörtlich: „… dein Ohr in ihre Richtung neigst), dein Herz dem Verständnis zuwendest.“ Wenn Sie jemand anspricht und Sie dieser Person wirklich aufmerksam zuhören wollen, dann geben Sie dies mit Ihrer Körpersprache zu erkennen, indem Sie sich ihr zuwenden und dabei sogar Ihren Kopf seitwärts neigen. Genau das ist nämlich gemeint mit den Worten „das Ohr neigen“. Diese Körperhaltung bringt auch eine innere Haltung der Hingabe und der Unterordnung zum Ausdruck; sie lässt erkennen, dass Sie bereit sind, sich belehren zu lassen.

„Ja, wenn du den Verstand anrufst, zum Verständnis erhebst deine Stimme.“ Dies offenbart ein Herz, das sich dem Gebet hingibt – und zwar einem Gebet, das von Leidenschaft geprägt ist! Das bedeutet natürlich nicht, dass man ein öffentliches Spektakel machen sollte, wenn man betet. Ganz im Gegenteil: Leidenschaftliches Beten, das nur zwischen Ihnen und Gott stattfindet, kann häufig mehr in Bewegung setzen als ein öffentliches Gebet.

„Wenn du es suchst wie Silber und wie Schätzen ihm nachspürst.“ Gott macht nicht alles und jedes der Allgemeinheit zugängig: Er stellt Seine Schätze nicht in aller Öffentlichkeit auf dem Gehsteig zur Schau, damit jeder sich bedienen kann, sondern Er verwahrt sie so, dass man sich danach ausstrecken muss. Genau so müssen wir uns auch verhalten, wenn es darum geht, Weisheit zu erlangen. Wir müssen bereit sein, sie aufzuspüren, wo immer sie zu finden sein mag.

Nach all diesen „WENN-Sätzen“ werden wir uns nun dem einen „DANN-Satz“ zuwenden, der die Verheißung enthält.

„Dann wirst du verstehen die Furcht des Herrn und die Erkenntnis Gottes gewinnen.“ Ich persönlich bin davon überzeugt, dass sich die Erkenntnis Gottes niemals von der Furcht des Herrn trennen lässt. In Jesaja 11,2-3 finden wir folgende Aussage über Jesus:

„Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN; und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN.“

Sie können die Erkenntnis des Herrn nicht trennen von der Furcht des Herrn. Die Erkenntnis des Herrn nimmt nicht mehr Raum in unserem Leben ein als die Furcht des Herrn – und diese Furcht kann nur der Heilige Geist lehren, wie Ps 12 unmissverständlich zum Ausdruck bringt:

„Kommt, ihr Söhne, hört mir zu: die Furcht des HERRN will ich euch lehren.“

Denken Sie doch einmal nach über all das, was Sie gerade gelesen haben. Sind Sie bereit, Gott darum zu bitten, dass Er Sie jetzt mit der Furcht des Herrn beschenkt? Er wird es in keinem Fall gegen Ihren Willen tun, und wird Sie auch nicht unter Druck setzen oder Sie bedrohen - Er bietet Ihnen dieses Geschenk an, aber Sie müssen es annehmen! Sie mögen sehr wohl ein wahrer Christ sein, aber vielleicht haben Sie beim Lesen dieser Botschaft soeben die Entdeckung gemacht, dass Ihr Leben nur sehr wenig von der Furcht des Herrn erkennen lässt.

Sollte dies auf Sie zutreffen, möchte ich Sie jetzt bitten, sich persönlich an den Herrn zu wenden. Zuvor möchte ich Ihnen jedoch anraten, mit großer Sorgfalt vorzugehen – man neigt nur allzu leicht dazu, aus einer momentanen Emotion heraus zu handeln und vergisst dann bald danach wieder, was man getan hat! Wenn Sie also dazu bereit sind, richten Sie nun folgende Worte an den Herrn:

„Oh, Gott, mein himmlischer Vater! Ich komme jetzt in Deine Gegenwart durch Jesus Christus, meinen Retter. Du hast in meinem Herzen das Verlangen nach der Furcht des Herrn wachgerufen. Ich bitte Dich nun darum, mich von diesem Moment an zu führen, zu lehren und mich mit Deinem wunderbaren Schatz – der Furcht des Herrn – zu beschenken. Im Namen Jesu, Amen!“


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