IBL-Android-App

IBL-iOS-App

Geistlich fit

Täglicher E-Mail-Newsletter mit Andachten, kurzen Audio- oder Video-Botschaften, Gebetsaufrufen, weiterführendem Material und Gebetsanliegen.

Anmelden

E-Mail-Newsletter

Neue Aktionen, Angebote und Veröffentlichungen. Der Newsletter wird in unregelmäßigen Abständen versandt. Sie können ihn jederzeit wieder abbestellen.

Anmelden

Die heutigen Nachrichtensender richten ihre Aufmerksamkeit mehr auf den Nahen Osten als auf irgendeine andere Region dieser Welt. Hier konzentrieren sich die Probleme und Konflikte, die – über Nacht – einen dritten Weltkrieg auslösen könnten. Dieser dramatische Anstieg des Interesses am Nahen Osten ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Israel als ein souveräner jüdischer Staat gegründet wurde.

Dieser winzige jüdische Staat, der seit seiner Geburt unablässig abgelehnt und angefeindet wurde, hat die Experten beständig in Erstaunen versetzt und das politische und militärische Gleichgewicht des Nahen Ostens radikal verändert.

Ich habe fünf Jahre meines Militärdienstes im Nahen Osten verbracht – in Ägypten, Libyen, im Sudan und in Jerusalem (im damaligen Palästina). Darauf folgten zwei weitere Jahre, in denen ich als Zivilist in Palästina wohnte. Während dieser Zeit war ich Zeuge der stürmischen Ereignisse, aus denen sich die gegenwärtige Situation des Nahen Ostens entwickelt hat.

Gegen Ende des britischen Mandats in 1948 erhielt ich die Nachricht, dass im Hauptpostamt von Jerusalem einige Pakete für uns zur Abholung bereit liegen. Deshalb machte ich mich eines Morgens auf den Weg, um sie abzuholen, begleitet von zwei Kindern, die mir beim Tragen helfen sollten. Als wir an die Ecke der Straße kamen, in der die Paketabfertigung lag, mussten wir feststellten, dass diese von einem arabischen Heckenschützen beschossen wurde. Lebensmittel waren zu jener Zeit in Jerusalem bereits so knapp, dass wir es uns nicht leisten konnten, diese Pakete nicht abzuholen. Wir konnten also nichts tun, als möglichst schnell zu laufen, so wie es einige Leute vor uns schon getan hatten. Wir flitzten am Straßenrand entlang wie Kaninchen, die in ihren Bau laufen und erreichten die Tür der Paketabfertigung außer Atem, aber unverletzt.

Drinnen vor der Tür stand ein britischer Wachtmeister von der Palästinensischen Polizeiwache. Er sah etwas verängstigt aus, da soeben eine Kugel des Heckenschützen die Fensterscheibe über dem Eingang, wo er stand, durchschlagen hatte. Wir blieben eine Zeitlang im Raum stehen, rangen nach Luft und versuchten unsere Nerven zu beruhigen. Dann streckte der britische Wachtmeister seine Hand aus und öffnete vorsichtig die Tür, um die Situation einzuschätzen. Nach einer Weile gab er mir ein Zeichen und zeigte mir, wo er den Heckenschützen ausfindig gemacht hatte. Knapp dreihundert Meter entfernt, am anderen Ende der Straße, von der wir gekommen waren, war von den Arabern ein Bunker errichtet worden. Uns zugewendet in diesem Bunker war ein schmaler waagrechter Schlitz und in diesem Schlitz steckte die Mündung eines Gewehrs. Der Wachtmeister und ich sahen eine Zeitlang zu, wie sich das Gewehr von einer Seite des Schlitzes auf die andere bewegte, während der Hekkenschütze nach einem Ziel suchte.

Schließlich waren die Formalitäten, die mit der Abholung unserer Pakete verbunden waren, beendet. Man übergab sie uns, und wir gingen auf einem anderen Weg, als wir gekommen waren, wieder zurück. Rasch schlüpften wir um die Ecke der Paketabfertigung und schlugen einen engen, steilen Pfad ein, der uns über eine Müllhalde auf eine Straße brachte, auf der wir vor den Kugeln des Heckenschützen sicher waren. Beim Weggehen hörte ich den arabischen Beamten, der für die Paketabfertigung zuständig war, ankündigen, dass er seine Abteilung – auf Grund dieses Schießens aus dem Hinterhalt – schließen werde. Der britische Wachtmeister blieb regungslos am Eingang stehen. So viel ich weiß, wurde diese spezielle Abteilung der Post bis zur Aufhebung des Mandats nur mehr für einige wenige Stunden wieder geöffnet.

Es ist klar, dass jeder sinnvollen Einschätzung der allgemeinen Situation im Nahen Osten ein Verständnis der einzigartigen Rolle, die Israel gespielt hat und immer noch spielt, zugrunde liegen muss. Darauf folgen einige wichtige Fakten bezüglich der biblischen Bedeutung Jerusalems, die mit dem heutigen Israel zu tun haben. Insbesondere werde ich einige Gründe dafür anführen, warum man von Israel niemals verlangen sollte, einer Teilung Jerusalems zuzustimmen.

Im Zentrum der Geschichte

Jerusalem nimmt in der Geschichte Israels einen einzigartigen Platz ein, der mit keinem anderen Volk der Welt geteilt wird. Hier an diesem Ort forderte Gott David auf, ein Stück Land zu kaufen, das dazu bestimmt war, der Tempelplatz zu sein:

„Und der Engel des HERRN sprach zu Gad, dass er zu David sage, David solle hinaufgehen, um dem HERRN einen Altar zu errichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters ... Und David gab Ornan für den Platz Gold im Gewicht von sechshundert Schekel. Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und Heilsopfer. Und er rief zu dem HERRN, und der antwortete ihm mit Feuer, [das] vom Himmel auf den Altar des Brandopfers [fiel].“ (1 Chr 21,18; 25-26)

Später baute Salomon an dieser Stelle seinen Tempel und Gott sagte zu ihm:

„... und meine Augen und mein Herz sollen allezeit dort [gegenwärtig] sein.“ (1 Kön 9,3)

Es ist Jerusalem, das von Gott als die Stadt bestimmt wurde, die Er für sich erwählt hat. Salomon zitiert die Worte, die Gott zu seinem Vater David sprach:

„Aber Jerusalem habe ich erwählt, dass mein Name dort sei ...“ (2 Chr 6,6)

Gott bestätigt die Beständigkeit Jerusalems noch einmal in 1 Chr 23,25:

„Denn David sagte: Der HERR, der Gott Israels, hat seinem Volk Ruhe verschafft, und er wohnt in Jerusalem für ewig.“

In 1 Kön 11,36 sagt Gott zu Jerobeam bezüglich Rehobeam (Salomos Sohn und Thronerbe):

„Und seinem Sohn will ich einen Stamm geben, damit mein Knecht David alle Tage eine Leuchte vor mir hat in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dort niederzulegen.“

Das jüdische Volk wird in der Bibel beauftragt, dreimal jährlich nach Jerusalem zu pilgern:

„Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was männlich ist, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten ...“ (5 Mo 16,16)

Es gibt keine andere Religion, die eine Wallfahrt nach Jerusalem fordern würde.

Der Name Jerusalem kommt in den heiligen Schriften des jüdischen Volkes 778 Mal vor. Im Gegensatz dazu wird Jerusalem im heiligen Buch des Islam, dem Koran, kein einziges Mal erwähnt.

Historisch gesehen war Jerusalem die einzige Hauptstadt des jüdischen Volkes, im politischen wie im geistlichen Sinn. Jerusalem war im Laufe der Geschichte niemals die Hauptstadt irgendeines anderen Volkes. Als Stadt wurde sie für das arabische Volk erst nach dem Sechstagekrieg im Juni 1967 politisch interessant. Früher, unter jordanischer Besetzung, hatte Jerusalem niemals den Status einer Hauptstadt.

Nachdem Israel aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt war, sagte Nehemia, der jüdische Statthalter, zu den Angehörigen anderer Völker, die über den Wiederaufbau Jerusalems spotteten:

„Der Gott des Himmels, er lässt es uns gelingen. Und wir, seine Knechte, wollen uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Anteil noch Anrecht, noch Gedenken in Jerusalem.“ (Neh 2,20)

Im Laufe der Jahre hat das jüdische Volk aus der Bibel einen besonderen Namen für sein Erbe in Jerusalem übernommen. Dieser Name ist Zion.

„Groß ist der HERR und sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes. Sein heiliger Berg ragt schön empor, eine Freude der ganzen Erde; der Berg Zion, im äußersten Norden, die Stadt des großen Königs.“ (Ps 48,2-3)

Das ist der Ursprung für den Ausdruck Zionismus.

Wiederherstellung Zions

Der Prophet Jesaja beschreibt die Wiedergeburt des Staates Israel als ein einzigartiges Phänomen:

„Ehe sie Wehen hatte, hat sie geboren; ehe Geburtsschmerzen sie ankamen, wurde sie von einem Knaben entbunden. Wer hat so etwas [je] gehört, wer hat dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren? Denn Zion bekam Wehen und gebar auch [schon] seine Söhne.“ (Jes 66,7-8)

Die Wiedergeburt des Staates Israel wird in der Bibel korrekt als ein einzigartiges Ereignis beschrieben, das keinerlei historische Parallele hat. Eines Tages – am 15. Mai 1948 – tauchte Israel als ein vollständiges Volk mit allen seinen Funktionen auf: mit Armee, Marine, Luftwaffe (ein Flugzeug), Parlament, Polizei, Gesundheitswesen, Bildungswesen usw. Ich kenne kein anderes Volk in der Geschichte, das eine ähnliche Wiedergeburt erlebt hätte. Es ist erschütternd, sich die Konsequenzen vorzustellen, sich einem solch souveränen Akt Gottes zu widersetzen.

Die Wiederkunft des Herrn

Die Wiederherstellung Zions wird als Auftakt zur Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit gesehen:

„Denn der HERR wird Zion aufbauen, er wird erscheinen in Herrlichkeit.“ (Ps 102,17)

Alle Prophezeiungen der Bibel und alle Entwicklungen der aktuellen Geschichte versuchen unsere Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Ereignis von einmaliger Bedeutung zu lenken: die Wiederkunft Jesu Christi in Macht und Herrlichkeit. Das verleiht dem Drama, das nach einer Prophezeiung auf dem Ölberg stattfinden wird, eine besondere Bedeutung:

„Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten [liegt]; und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die [eine] Hälfte des Berges wird nach Norden und seine [andere] Hälfte nach Süden weichen.“ (Sach 14,4)

Danach wird eine Zeit folgen, in der Gott alle Völker danach richten wird, wie sie das Land Israel und Sein Volk behandelt haben:

„Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt...“ (Joel 4,1-2)

Gottes Absicht ist, Jerusalem zu einer Quelle des Segens für alle Völker zu machen, und Er verheißt allen Völkern ein schweres Gericht, die sich diesen Absichten für Jerusalem widersetzen. Die Bibel macht klar, dass es ein souveränes jüdisches Jerusalem sein wird, in das der Herr wiederkommt. Jesus sagte:

„Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: ‚Gepriesen [sei], der da kommt im Namen des Herrn!‘.“ (Mt 23,37-39)

Jesus verweist in Mt 24 auf den „Greuel der Verwüstung“ (V. 15), von dem schon der Prophet Daniel sprach.

Danach sagt Er:

„...dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen; ... Betet aber, dass eure Flucht nicht imWinter geschehe noch am Sabbat.“ (Mt 24,16.20).

Die Warnung vor einer Flucht am Sabbat setzt voraus, dass Jerusalem unter jüdischer Verwaltung sein wird, was bedeutet, dass es an diesem Tag weder öffentliche Verkehrsmittel noch Benzin an Tankstellen oder Geld an Banken geben würde. Nur unter jüdischer Regierung würden solche Dinge problematisch sein.

Ich möchte meine Schlussfolgerungen kurz zusammenfassen. Gott hat in Seinem ewigen Ratschluss beschlossen, Jerusalem zu der entscheidenden Streitfrage zu machen, an der Er alle Nationen messen wird. Alle Völker, die sich Seinen Absichten für Jerusalem anschließen, werden Seinen Segen empfangen. Alle aber, die eine Politik verfolgen, die sich diesen Absichten widersetzt, werden Seine Strenge erfahren. Wir sollten treu dafür beten, dass alle, die in einflussreichen Positionen über die Lage des Nahen Osten sind, göttliche Weisheit, Urteilsfähigkeit und Verständnis geschenkt bekommen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.